Religion: Kann man mit Vernunft Gottes Existenz beweisen? - WELT (2022)

Ingo Langner : Ist Gott einem Atheisten zu beweisen?

Walter Brandmüller : Ich frage Sie dagegen: Was verstehen Sie unter Beweis? Und, was verstehen Sie unter Gott? Wenn Sie dabei an einen mathematischen, physikalischen, chemischen, biologischen, überhaupt naturwissenschaftlichen Beweis denken, dann kann man Gott nicht beweisen. Er lässt sich weder mit Zahl, Maß, Gewicht, noch mit chemischen Formeln oder Ähnlichem fassen. Einer geistigen Realität, und das ist Gott, können Sie nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden habhaft werden.

Hingegen gibt es philosophische Gründe für den Glauben an Gott. Thomas von Aquin hat die bekannten Fünf Wege zur Erkenntnis Gottes formuliert. Natürlich können diese hier zwar nicht dargestellt, wohl aber angedeutet werden. Der erste ist der kausale Gottesbeweis: Alles was ist, muss eine Ursache für seine Existenz haben. Am Ende muss aber dann eine selbst nicht mehr verursachte Ursache stehen. Schon Aristoteles hatte von dem „ersten unbewegten Bewegenden“ gesprochen. Auch die Tatsache, dass Welt und Mensch sinnvoll eingerichtet und der Vervollkommnung fähig sind, lässt auf ein intelligentes Wesen schließen, das an oberster Stelle stehend Plan und Ziel vorzugeben vermag. Eine moderne Variante: Die physikalischen Naturkonstanten sind dergestalt miteinander in Harmonie und aufeinander abgestimmt, dass Leben entstehen konnte. Würden diese Konstanten nur um geringe Promille abweichen, wäre Leben unmöglich. Auf diesen oder ähnlichen Wegen vermag man in der Tat - eine grundsätzliche Offenheit des Denkens einmal vorausgesetzt -, die Existenz Gottes einsichtig zu machen.

Wer an den Schöpfer von Mensch und Universum glaubt, springt also nicht mit verbundenen Augen vom Sieben-Meter-Brett in ein vielleicht gefülltes Becken. Man kann mit vernünftigen Überlegungen durchaus zur Erkenntnis der Existenz Gottes gelangen. Immer wieder aber geht es darum, ob ich meine persönliche oder auch die allgemeine menschliche Erfahrung zum absoluten Kriterium mache oder aber bereit bin, zu akzeptieren, dass der Bereich des Seienden und des Möglichen größer ist als mein Vorstellungs- bzw. mein Denkvermögen.

Eigentlich dürfte es gar nicht so schwierig sein, von dem ebenso naiven wie arroganten Standpunkt dieses „Ich glaube nur, was ich sehe“ loszukommen, wenn man bedenkt, wie wenig wir allein von der materiellen Welt kennen und wissen. Von da aus kann man sehr wohl zu der Einsicht gelangen, dass es Dimensionen der Wirklichkeit gibt, zu denen die bloße Vernunft keinen Zugang gewährt.

Der Glaube setzt überdies die Vernunft nicht außer Kraft, sondern erweitert, schärft unser Erkenntnisvermögen, wie etwa ein Elektronenmikroskop unser Sehvermögen potenziert. Voraussetzung ist dann nur, dass die Zuverlässigkeit dieses Instruments Glaube geprüft und gesichert ist. Hier tritt in der Tat die Vernunft in Aktion. Und darum geht es ja in unserem Diskurs. Da fällt mir übrigens auch Matthias Claudius ein: „Seht ihr den Mond dort stehen, er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind gar manche Sachen, die wir getrost verlachen, weil unsere Augen sie nicht sehn.“ Er hatte eine Ahnung von den Grenzen der Vernunft!

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Ingo Langner : In den Augen unserer geistigen Widersacher ist das Gedicht von Matthias Claudius vermutlich kein taugliches Argument gegen einen „naturwissenschaftlichen Anti-Gottesbeweis“.

Walter Brandmüller : Das mag sein. Aber sein Gedicht gefällt mir, und ich erinnere mich dabei an Goethe, der in seinem „Faust“ den weltanschaulichen Reduktionismus gewisser Naturwissenschaftler bereits von Mephistopheles verspotten lässt: „Daran erkenn ich den gelehrten Herrn! Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar, was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, was ihr nicht münzt, das meint ihr, gelte nicht“ So weit Goethes Teufel persönlich.

Ingo Langner : Für den Atheisten von heute ist ein allmächtiger Vater im Himmel nichts als Wunsch und Wahn einer patriarchalischen Gesellschaft. Also ein reaktionärer Anachronismus. So etwa argumentiert Dawkins in seinem jüngsten Buch „Der Gotteswahn“, mit dem er missionarisch unterwegs und in den USA den Atheismus salonfähig machen möchte - ein Bestseller auch in Deutschland. Einer der Rezensenten hat es sogar das aufregendste Buch des Jahres 2007 genannt. Mit der These „Gott ist ein unverzeihlicher menschlicher Wunschtraum“ möchte die Dawkinsgruppe das Alte Testament vom Tisch fegen und am liebsten das Neue gleich mit. Ich sage „Dawkinsgruppe“, denn es gehören noch andere Angelsachsen und auch Franzosen dazu. Alle haben die gleichen ideologischen Scheuklappen.

Walter Brandmüller : Aber ich bitte Sie, das ist doch nichts anderes als aufgewärmter Feuerbach. „Gott Vater“ als Wunschtraum! Dazu eine Gegenfrage: Muss es denn ein Wunschtraum sein – oder steht dahinter nicht auch eine existenzielle Erfahrung, wenn man diesen Gott „Vater“ nennt? Auch die patriarchalische Gesellschaft, die, wie man meint, einen Vater-Gott projiziert, muss doch eine Vater-Erfahrung haben!

Ingo Langner : Vielleicht muss ich dann doch differenzierter fragen. Es kommt ganz offenbar Bewegung in die säkulare Welt. Ja, Bewegung sogar dort, wo man geistig ansonsten ziemlich unflexibel ist, wo man bisher diesen geistigen Dünkel gepflegt hat. Dort also, wo man den guten alten Avantgardeanspruch wie eine Dauerstandarte vor sich her trägt. Es kommt Bewegung in jene medial verstärkte Welt, wo man bisher geistig auf der Stelle getreten ist und die so erzeugte große Delle für einen entscheidenden Einbruch ins metaphysische Denken gehalten hat.

Denn inzwischen gibt es „dort drüben“ Stimmen, die sich ihrer Sache nicht mehr so sicher sind. Mit anderen Worten: Da, wo bisher scheinbar ewige Winterstarre war, wird neu über Religion nachgedacht. Und ausgerechnet in dieser Situation, wo das Eis schmilzt, da machen diese „neuen Atheisten“ um Dawkins herum Front. Und zwar mit den allerschlichtesten Argumenten. Ich meine, das sind Naturwissenschaftler, Evolutionsforscher, Biologen usw. Die haben Lehrstühle - sogar in Oxford. Also in sehr respektablen Umfeldern. Was geht da vor?

Walter Brandmüller : Was ihnen im Grunde genommen fehlt, ist einfach ein kritisches wissenschaftstheoretisches Bewusstsein. Sie wissen nicht, wie weit ihre Methoden tragen. Und sie wenden auf den Gegenstand der Forschung unpassende Methoden an. Dawkins mag ein großartiger Naturwissenschaftler sein. Das kann ich nicht beurteilen. Aber: Er kann mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht an geisteswissenschaftliche Probleme herangehen. Das ist genauso verfehlt, wie wenn ich etwa die kristalline Struktur eines Minerals mit Methoden der Literaturkritik erforschen wollte. Das geht nicht. Die Methode muss dem Gegenstand der Erforschung angemessen sein.

Ingo Langner : Man kann mit literaturwissenschaftlichen Methoden keine physikalischen Prozesse beschreiben. Das wird vermutlich auch einem Herrn Dawkins nicht schwer fallen zu verstehen. Im Prinzip jedenfalls. Doch dann folgt postwendend das große „Ja, aber“. Denn das Erstaunliche ist doch, dass es denkende Menschen gibt, die annehmen, mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und mit naturwissenschaftlichen Methoden Christentum und Religion in Frage stellen zu können.

Walter Brandmüller : Das eben ist ein Irrtum. Man darf nicht vergessen, dass Intelligenz mit einer gewissen partiellen Verblendung, mit einem blinden Fleck im Erkenntnisvermögen durchaus verbunden sein kann. Übrigens hat schon Thomas von Aquin um die Bedeutung des erkennenden Subjekts für die Erkenntnis der außersubjektiven Wirklichkeit gewusst: „Quidquid recipitur ad modum recipientis recipitur – Was auch immer aufgenommen wird, wird nach der Art des Aufnehmenden wahrgenommen.“ Das heißt, dass im Erkennenden selbst Hindernisse für die Erkenntnis bestehen können: Es kommt darauf an, welche „Brille“ einer aufsetzt!

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Walter Brandmüller : Das Glauben ist zunächst einmal ein urmenschlicher, alltäglicher Vollzug. Ohne zu glauben hätte man doch nicht einmal das Einmaleins gelernt. Man musste glauben, was der Lehrer sagte. Und, wissen Sie, dass Ihre Frau Sie liebt? Nein. Sie müssen es ihr glauben, denn vom innersten Denken und Empfinden eines Menschen können Sie keine selbst erworbene Kenntnis haben. Hier können Sie nur glauben. Aber auch dieser Glaube kommt nicht ohne Vernunft aus. Ein Beispiel: Sie sind zum ersten Mal in Paris. Sie steigen am Gare du Nord aus dem Zug, und nun? Wo geht’s denn zum Louvre, wo zum Eiffelturm? Sie müssen fragen. Wen fragen Sie da? Einen amerikanischen Touristen? Oder doch lieber den Taxifahrer? Ohne ein begründetes Urteil über die Kompetenz bzw. Glaubwürdigkeit Ihres Gegenübers wird der Glaube zum gefährlichen Abenteuer.

Ingo Langner : Wollen Sie damit tatsächlich behaupten, dass Glauben eine Forderung der Vernunft ist, dass die Vernunft geradewegs zum Glauben führt? Das, meine ich, ist nun wirklich eine Provokation. Sie behaupten, dass jeder vernünftige Mensch glauben müsse. Und wenn er es dann nicht tut, sprechen Sie ihm die Vernunft ab! Ist das wirklich Ihre Meinung?

Walter Brandmüller : Wenn von dem alltäglichen zwischenmenschlichen Glauben die Rede ist, meine ich das in der Tat. Reden wir hingegen vom Glauben an Gott, sieht die Sache anders aus! Der Glaube, wenn es sich um existenzielle Dinge handelt, ist nämlich nicht nur eine Sache der Vernunft. Der Mensch ist mehr als Verstand, er hat ja auch einen Willen. Er hat, auch, wenn manche das nicht akzeptieren wollen, sogar einen freien Willen. Das heißt in unserem Falle, dass die Vernunft mit ihren Überlegungen zwar bis an die Schwelle zum Glauben an Gott führen kann. Den Schritt hinüber muss der Mensch aber tun wollen. Schon Thomas von Aquin wusste: „Homo credere non potest nisi volens“ - der Mensch kann nur glauben, wenn er es will.

Ingo Langner : Meint Thomas von Aquin mit „er“ den Menschen oder Gott?

Walter Brandmüller : Na, den Menschen natürlich.

Ingo Langner : Also kann der Mensch nur glauben, wenn der Mensch es will?

Walter Brandmüller : Ja, homo credere non potest nisi volens.

Ingo Langner : Aber schon im Religionsunterricht lernt man doch, dass der Glaube immer ein Geschenk Gottes ist. Wie geht das zusammen?

Walter Brandmüller : Glauben können - und nun spreche ich als Theologe - ist tatsächlich in letzter Instanz eine von Gott geschenkte Fähigkeit. Ob Gott sie schenken will oder nicht, liegt nicht in unserer Macht. Wenn er sie aber schenken will, und er will es, dann ist es demnach immer der Mensch, der diese Gabe annimmt oder zurückweist. Bei der Entscheidung, ob er das eine oder das andere tut, spielen dann auch Realitäten wie Sünde und Gnade eine in ihrem Zusammenspiel kaum zu ergründende Rolle. Sie verbinden und durchdringen sich dabei mit der Freiheit des Menschen zu einem für uns nicht zu entwirrenden Geflecht, aus dem dann das Ja oder Nein zu Gott erwächst.

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Ingo Langner : Was aber sagen Sie zu dem gar nicht so seltenen Phänomen, dass mancher eine eigentlich erkannte Wahrheit nicht wahrhaben will?

Walter Brandmüller : Ja, dieses Phänomen gibt es in der Tat, und es hat ohne Frage ziemlich viel mit Tiefenpsychologie zu tun. Aber da kommt auch noch anderes ins Spiel. Mancher sagt: Ich möchte gerne glauben, aber ich kann es nicht. Eine solche Aussage ist unbedingt ernst zu nehmen, auch wenn, und gerade weil dies nicht mehr viel mit Vernunftgründen zu tun hat. Wer weiß, welche inneren Konflikte, ja Verzweiflung und Angst hierbei einfließen! Glauben ist nämlich nicht nur ein intellektuelles, theoretisches Ja zu religiösen Wahrheiten. Es ist im gleichen Maße existentielle Hingabe an den Gott, an den, ja, dem man glaubt. Existentielle Entscheidungen werden nun einmal nicht nur mit dem Kopf getroffen, dabei spielt mehr mit - und in letzter Instanz Gott selbst.

Ingo Langner : Ich habe in den letzten Jahren immer wieder das Argument gehört, dieses „Glaubenkönnen nur wenn Gott es gibt“, sei eine subtile Ausrede der Kirche. Denn Gott müßte doch eigentlich wollen, dass alle Menschen an ihn glauben.

Walter Brandmüller : Er will es ja auch. Aber was meinen Sie, wenn Sie von einer subtilen Ausrede der Kirche sprechen?

Ingo Langner : Er will es, sagen Sie. Nun klappt es aber offensichtlich mit dem Glauben nicht immer. Wir wissen von Menschen, die wollen von Herzen gern glauben. Die schauen in ein katholisches Gotteshaus hinein, und das nicht nur wegen der dortigen Kunstwerke. Die nehmen sogar an einer ganzen Reihe von Heiligen Messen teil. Die gehen Ostern, die gehen Weihnachten, die gehen immer wieder zu Gottesdiensten. Die sprechen mit gläubigen Menschen und stellen Fragen zum Katechismus. Es nützt aber alles nichts. Sie finden trotzdem nicht zu Gott und wenden sich deshalb von allem Kirchlichen wieder ab. Was ist denn das?

Walter Brandmüller : Möglicherweise liegt das – unter anderem - daran, dass die von Ihnen beschriebenen Menschen einen irrigen Begriff von „glauben können“ haben, dass sie mit „Glauben“ irgendwelche Vorstellungen von erhebenden seelischen Erlebnissen oder Gefühlen verbinden. Das aber ist nicht so. Nicht jedem geht es wie dem 18jährigen Paul Claudel, der, als man in Nôtre Dame bei der Weihnachtsvesper das Magnifikat sang, vom Bewußtsein der Wirklichkeit Gottes überwältigt wurde. Augustinus – der ja alle Höhen und Tiefen menschlicher Existenz erfahren hatte - läßt Gott einem, der klagt, er finde ihn trotz allem Suchen nicht, antworten: du würdest mich nicht suchen, wenn du mich nicht längst gefunden hättest.

Ingo Langner : Ein schöner Satz vom Hl. Augustinus. Aber ist das wirklich die Antwort auf meine Frage?

Walter Brandmüller : Ich meine, hier sollten wir wieder einmal erst Begriffe klären! Was meint man denn eigentlich, wenn man sagt ich glaube? Wie tut man das: glauben? Das muß erst klar sein, ehe wir weiter reden.

Ingo Langner : Dann bitte ich um eine Definition.

Walter Brandmüller : Gern. Glauben ist ein intellektuell verantworteter Akt des Willens! Viele verstehen darunter irgendein nebulöses Gefühl des Erhabenen, Heiligen, Göttlichen. So etwas mag sich dann und wann einstellen - glauben ist das nicht! Glauben geht anders.

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Ingo Langner : Wollen Sie damit ernsthaft sagen, dass glauben also ein rationaler Vorgang ist?

Walter Brandmüller : Das will ich in der Tat.

Ingo Langner : Wie begründen Sie das?

Walter Brandmüller : Natürlich ist Glauben ein Akt des Vertrauens und des Willens. Ich muss aber vor meiner Vernunft rechtfertigen können, warum ich vertrauen, warum ich glauben will. Ergo: Ohne Vernunft kann man nicht glauben! Aufgabe der Vernunft ist es, die Glaubwürdigkeit dessen zu prüfen, dem ich glauben will. Erst, wenn diese Glaubwürdigkeit feststeht, kann ich vernünftigerweise glauben. Ich glaube also nicht, weil ich, z. B., es für vernünftig halte, dass Gott in drei Personen ein Einziger ist, sondern weil ich mich davon überzeugt habe, dass diese Aussage von Gott geoffenbart ist.

Ingo Langner : Das ist eine Antwort, die sicherlich manchen nachdenklich machen wird, und auch eine Antwort für jene, die Glauben für eine reine Gefühlssache halten. Oder schlimmer noch für etwas Absurdes, Reaktionäres, zu Überwindendes. Aber meinen Sie, dass mit dieser Klarstellung diejenigen zufrieden sein werden, die Gott gesucht, aber nicht in die Katholische Kirche gefunden haben?

Walter Brandmüller : Als Gläubiger denke ich da an einen Vers: „Wechselnde Pfade – Schatten und Licht – alles ist Gnade! Fürchte dich nicht!“ Wer sagt denn, dass aus der Gott-Suche in jedem Fall sofort eine Kircheneintrittserklärung werden muß! Und wer weiß, ob nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt dann doch dieser Schritt erfolgt? Jeder Mensch hat seine ganz individuelle Glaubens- und Heilsgeschichte, die mit Respekt zu akzeptieren ist!

Ingo Langner : Wenn Sie das jetzt so sagen, heißt das: Glauben muss mit einem Eingefügtsein in die Katholische Kirche zunächst einmal gar nichts zu tun haben?

Walter Brandmüller : Naturgemäß steht das Ziel am Ende, nicht am Beginn des Weges! Und wie gesagt, der Heilsweg eines jeden Menschen ist in gewissem Sinne Maßarbeit der göttlichen Vorsehung. Dass die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche in diesem Zusammenhang der Normalfall ist, ist selbstverständlich. Aber wie zahlreiche Lebensläufe zeigen, sind es oft verschlungene Pfade, auf denen Gott einen Menschen auf seine je eigene Weise zum Heil führt, und dabei auch „auf krummen Zeilen gerade schreibt!“

Ingo Langner : Ist dies ein Kapitel von menschlicher und göttlicher Freiheit?

Walter Brandmüller : Kein Zweifel! Und eben dieses ist ein ungemein dramatisches Kapitel. Da geht es um Freiheit – auch wenn dies für Materialisten und Deterministen ein anstößiger Begriff ist!

Ingo Langner : Und was ist mit dem alten katholischen Lehrsatz: Außerhalb der Kirche kein Heil?

Walter Brandmüller : Natürlich, der Einwand, musste kommen! Mit diesem Zitat kann man doch trefflich den Vorwurf der Arroganz und Intoleranz gegen die katholische Kirche erheben. Aber weder der Märtyrer-Bischof Cyprian von Karthago († 258), auf den dieser Satz zurückgeht, noch die verbindliche Lehre der Kirche haben je behauptet, dass ein Mensch, der nicht zur Katholischen Kirche gehört, deswegen das ewige Heil nicht erlangen könne.

Cyprian meint, dass die Heilsgüter – die rechtmäßigen Sakramente und die rechte Glaubenslehre nur in der katholischen Kirche zu finden sind. Das bedeutet, dass der Einzelne innerhalb der Kirche ebenso verloren gehen, wie einer außerhalb der Kirche gerettet werden kann, da hat nun Goethe einmal recht, wenn er im Faust seinen Engel sagen lässt: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen!“ Man muss die objektive Heilsordnung vom subjektiven Heilsweg unterscheiden. Genügt Ihnen diese Antwort?

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(Video) Kann man Gott beweisen? - Die besten Gottesbeweise im Check! | Let's Explain #8

Dieser Dialog stammt aus dem Manuskript eines Buches, das unter dem Titel „Atheismus? Nein danke. Vernünftig glauben!“ 2009 auf Deutsch bei „Weltbild“ und in einer italienischen Übersetzung bei „Libreria Editrice Vaticana“, dem offiziellen Verlag des Heiligen Stuhls, erscheinen wird.

Prälat Professor Walter Brandmüller ist Priester der Erzdiözese Bamberg, Kirchenhistoriker, Präsident der Päpstlichen Kommission für Geschichtswissenschaften und Canonicus von St. Peter in Rom. Er lebt im Vatikan.

Ingo Langner ist Dokumentarfilmer und Publizist. Er lebt in Berlin.

Aber auch dieser Glaube kommt nicht ohne Vernunft aus.. Der Glaube, wenn es sich um existenzielle Dinge handelt, ist nämlich nicht nur eine Sache der Vernunft.. Ingo Langner : Meint Thomas von Aquin mit „er“ den Menschen oder Gott?. Ingo Langner : Also kann der Mensch nur glauben, wenn der Mensch es will?. Ingo Langner : Aber schon im Religionsunterricht lernt man doch, dass der Glaube immer ein Geschenk Gottes ist.. Sie verbinden und durchdringen sich dabei mit der Freiheit des Menschen zu einem für uns nicht zu entwirrenden Geflecht, aus dem dann das Ja oder Nein zu Gott erwächst.. Walter Brandmüller : Er will es ja auch.. Das aber ist nicht so.. Walter Brandmüller : Das will ich in der Tat.. Walter Brandmüller : Natürlich ist Glauben ein Akt des Vertrauens und des Willens.

Eine philosophische Vorstellung von Gott dem Schöpfer der Welt, die Gott und Welt in eine (vernünftige) Ordnung zu zwängen versucht, verwickelt sich von Beginn an in Widersprüche!. Die entscheidende Frage ist, wie man sich dem nähert, was sich der Vernunft entzieht.. Beide Wege halte ich für falsch: Entweder die Gottesvorstellung so weit in die vernünftige Ordnung zu zwingen, dass der Anschein entsteht, man könne Gott zu einem Teil eines Vernunftsystems machen oder aber die Vernunft zu vergessen und sich kopfüber in den Irrationalismus zu stürzen.. Auch hier sind wir aufgefordert, die Mittel der Vernunft einzusetzen, wir sollen mit verständlichen Worten von Gott reden, aber es sind die Mittel einer Vernunft, die sensibel ist für die Differenzen und Abweichungen und ihre eigenen Grenzen.. Und es sind Worte, denen man abspürt, dass sie über sich selbst hinaus weisen.. Es ist nicht alles vernünftig oder alles unvernünftig.. Aber als endliche Subjekte sind wir geschichtliche Subjekte und die Geschichte vernachlässigt Tetens.. Wir leben in einem Fluss geschichtlicher Ereignisse, die wir mit der Vernunft auszuleuchten versuchen, so gut es geht.

Ich als Muslim habe darauf geantwortet und natürlich sachlich gesagt wenn jemand sagt das Gott nicht existiert dann muss er Beweise oder Argumente haben wieso Gott nicht existieren kann genau so wie jemand Argumente und Beweise liefern muss für seine Existenz.. Logik von Mathe nicht das unabhängig davon was ich glaube 2+2 = 4 ist und wenn die Logische Schlussfolgerung zu Gott führt dann ist das meiner Meinung nach sehr wohl ein Beweis für Gott unabhängig davon ob man an ihn Glaubt.. Daher meine Frage Wenn alles rund um uns herum auch wir selbst Logisch handeln wieso soll man Gott (Wenn wir davon ausgehen das es so einen Wesen geben könnte mit denn Eigenschaften die man so kennt ) nicht mit Logik erklären können?. Wenn wir davon ausgehen das Gott die Erde und das Universum erschaffen hat und darin ja alles Logisch abläuft wie Natur Gesetze...etc wieso soll dann Gott nicht Logisch verständlich sein?. Ich finds echt schade das man das immer mit dazu sagen muss aber es geht auch nicht darum irgednwas aufzuzwingen... Ich weiß das jeder das Glauben kann was er will und das kann er auch.. Da diese zwei Glaubensdogmen der Naturwissenschaft total widersprechen und noch nie beobachtet wurden, ist dieses Konstrukt nur ein Glaube, eine Religion, auch wenn uns von den Atheisten mit allen Mitteln eingeredet wird: Evolution sei eine Wissenschaft und die Biogenese verschämt ausblenden.. Es gibt keinen einzigen Beweis für die moslemische Behauptung, Abraham hätte jemals nur einen Fuß nach Mekka gesetzt, geschweige eine Kaaba gemeinsam mit dem Sohn der Sklavin, dem „von Gott NICHT verheißenen Ismael“ erbaut; unabhängig davon, dass zu Abrahams Lebzeiten diese Stadt noch gar nicht existierte!. Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, die auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so könnte niemand meine Behauptung widerlegen, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können.. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Normverletzung werden.. Ich studiere zurzeit Philosophie und es gibt ein ganzes Fach (natürliche/philosophische Theologie), das sich mit der Frage, ob Gott existiert und welche Eigenenschaften er hat, rational und ohne Bezug auf einen Glauben auseinandersetzt.. Die Behauptung, man kann es nicht beweisen oder widerlegen, ist also komplett gegen die komplette Tradition unserer westlichen Welt und gegen die Meinung aller Experten auf diesem Gebiet.. Wenn aus dem „ein Gottesbeweis existiert“ folgt, dass „Gott nicht existiert“, würde das Ganze zu einem Widerspruch führen, womit, falls diese Folgerung stimmen sollte, die Bedingung, also dass es einen Gottesbeweis gibt, falsch sein müsste.. Gott ist ein Wesen, das, zumindest aus der Sicht vieler Religionen, die Menschen erschaffen hat, damit sie den richtigen Weg finden und an ihn glauben, und das macht die Prüfung der Menschen aus.. Wenn es jetzt aber einen Gottesbeweis gäbe, hätte es nichts mehr mit finden und glauben zu tun, und die ganze Prüfung würde ihren Sinn verlieren, da ein Mensch garnicht leugnen könnte, dass es einen Gott gibt.

Ich dachte, mich trifft der Schlag und ich sage zu den beiden Personen......"Sie werden es mir jetzt nicht glauben, aber genau darüber habe ich gerade eben nachgedacht!". Es vergingen Wochen...und ich weiß noch ganz genau, dass ich an einem Samstagvormittag zu Gott gebetet habe:" Gott, ich werde mich bis heute Abend für die Z.J.. Klar kann beten helfen, sich zu konzentrieren und dadurch kann man Dinge besser oder hat weniger Angst vor einer Prüfung, aber das ist Psychologie und kein Gott, der dem einen mal hilft, dem anderen aber nicht.. Dann müssten ja auch alle zig Millarden Ameisen, zig Milliarden Käfer, Vögel und alle anderen lebendigen Organismen eine Seele haben, aber nein, nur der Mensch hat natürlich sowas, und kommt in den Himmel, weil er ja sowas tolles ist, weil er denken kann, weil er sprechen kann, weil er sich so etwas fragen kann, weil er ein "Ich-Bewusstsein" hat.. Es ist doch die Angst und Verzweiflung, das nach dem Tod nichts mehr kommt, das man unter der Erde nur noch als Knochen besteht oder verbrannt und zu Asche wird um dann als Dünger für die Erde, als Kreislauf für die Natur zu dienen.. Als ich in den Vorbereitungsraum kam gab man mir meinen Übersetzungstext und ich fing an zu zittern, es waren genau die Sätze, die ich in der Nacht zuvor für mich übersetzt hatte.. Mein Uropa war Priester und meine Oma half ihrem Vater oft, doch seit dem Wunder ihres Bruders glaubte sie mehr dennje an Gott und so las sie mir als ich noch jünger war immer die Bibel vor.. Ich habe mich von der Kirche abgewandt,sie erscheint mir zu Unglaubwürdigt,aber die Nähe zu Gott finde ich in der Natur,da kann ich ungestört mit ihm Reden.. Was für tolle Geschichten die mir immer beweisen Gott ist da..Auch ich habe eine wunderschöne Geschichte erlebt und ich wurde Christ obwohl ich nie christlich erzogen wurde.. Ich habe vor vielen Jahren,meine Kinder waren noch klein es regnete leicht,an Gott gedacht.Habe gesagt,Gott ,wenn es Dich gibt ,lasse es einmal ganz doll regnen.Genau in dem Moment ,prasste es aus Kübeln.Ganz kurz.Dann ging der Regen wieder in einen leichten Niederrschlag über.Dass war für mich der Beweis,,daß Gott exestiert.. Ich hatte über Religion und dergleichen nachgedacht und dann (im Erzgebirge wartet man schon mal 1 bis 2 Stunden auf den Bus) leise vor mich hingemurmelt:"Gott, wenn es dich gibt zeig mir doch einfach ein Mal, dass du da bist.". Er beinhaltete die Schlüssel für die Kirche, für den Notenschrank der Orgel, für den Spieltisch der Orgel, für das Gemeindehaus und für die Toilette neben der Kirche.

Ingo Langner: Meint Thomas von Aquin mit „er“ den Menschen oder Gott?. Ingo Langner: Also kann der Mensch nur glauben, wenn der Mensch es will?. Sie verbinden und durchdringen sich dabei mit der Freiheit des Menschen zu einem für uns nicht zu entwirrenden Geflecht, aus dem dann das Ja oder Nein zu Gott erwächst.. Walter Brandmüller: Er will es ja auch.. Das aber ist nicht so.. Walter Brandmüller: Natürlich ist Glauben ein Akt des Vertrauens und des Willens.

Das ist aufregend, denn der Vorgang, dass sich ein Universum als Nachkomme eines anderen früheren Universums herausstellt, deckt sich perfekt mit der HLT-Theologie des ewigen Fortschritts und all der Herrschaftsgebiete, die erhöhte Wesen ererben werden.. Die Idee einer Multiversum-Kosmologie ist vorzüglich in der Erklärung des Herrn an Mose dargestellt: „Und so wie eine Erde vergehen wird, samt ihren Himmeln, so wird eine andere kommen; und es gibt kein Ende für meine Werke, auch nicht für meine Worte.” (Köstliche Perle, Mose 1:38).. Der Mond hat die vollkommene Größe und Entfernung zur Erde, um eine Anziehungskraft zu schaffen, die so wichtig für die Gezeiten der Ozeane ist, und welche die Bewegungen ermöglicht, die das Wasser davon abhalten, sich aufzustauen oder die Grenzen der Küstenlinien zu verlassen.. Ein gewaltiger Planet wie der Jupiter muss sich nahe genug an der Erde befinden, um eine Schwerkraft zu entwickeln, die stark genug ist, um Asteroiden fortzureißen.. Das Gehirn enthält ungefähr 200 Milliarden Nervenzellen, die jeweils mit bis zu 200.000 anderen Nervenzellen verbunden sind, so dass die Anzahl der Möglichkeiten, wie Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn fließen können, größer ist als die Anzahl der Sterne im gesamten Universum.. Die überwältigenden Voraussetzungen für die Existenz des Universums und des Lebens darin zeigen deutlich, wie astronomisch hoch die Chancen dagegen tatsächlich sind.. Würde es nicht viel weniger Glauben erfordern, anzunehmen, dass ein göttliches Wesen solch makellose Bedingungen geschaffen hat, als zu glauben, dass die Erde die zahlreichen Hindernisse überwunden hat, die einer Existenz aus sich selbst heraus im Wege stehen?. ’ ‚Wer oder was gab die Materie und die Energie in das Universum?’ ‚Wurde das Universum aus dem Nichts erschaffen, oder wurde es aus anderen Materien zusammengesammelt, die vorher schon existierten?’. „ Und die Wissenschaft kann diese Fragen nicht beantworten… Für den Wissenschaftler, der von seinem Glauben in die Kraft der Vernunft gelebt hat, endet diese Geschichte wie ein schlechter Traum.

„Ist die Religion eine gewaltige psychische Hilfe für die Menschheit, die ohne sie verzweifeln müsste, ein Topos der Hoffnung, allerdings jenseits aller Realität?“ Im Angesicht allen Leids, das in der Welt existiert, übt Heiner Geißler grundlegende Kritik am Gottesbild der christlichen Kirche.. Aber selbst die Vorstellung dieses Gottes kann nicht in Übereinstimmung gebracht werden mit dem millionenfachen Unrecht, dem Hungertod, den Leiden und den Schmerzen der Menschen und der seit Tausenden Jahren praktizierten Gewaltanwendung der Stärkeren gegen die Schwachen, der Mächtigen gegen die weniger Mächtigen.. Er hat die größte Volksbewegung der Weltgeschichte in Gang gebracht und die beste und glänzendste Botschaft der Menschheit verkündet, die auch heute noch die Welt verändern kann.. Die Pharisäer schickten einen der Ihren zu Jesus mit der Frage: „Wer ist denn mein Nächster?“ Sie wollten wissen, ob der Nächste für Jesus derselbe sei wie für sie, die nämlich die Nächstenliebe einschränkten auf die Volksgenossen und diejenigen, die Gastrecht hatten.. Der Priester, fährt Jesus fort, kommt vom Tempel herunter und läuft vorbei, genauso der Levit, und dann kommt der Mann aus Samaria, ein Feind in den Augen der Juden, ein Apostat, ein Renegat, der für die rechtgläubigen Juden schlimmer war als die Heiden.. Jesus hat die für unser Leben sinnvollste Botschaft hinterlassen – er hat auch die Liebe zu Gott gepredigt –, die Nächstenliebe aber war ihm genauso wichtig, und ohne Nächstenliebe war ihm die Liebe zu Gott nichts wert.. Die Sündentheologie des Martin Luther, die Erbsündenlehre des Paulus und Augustinus und die Rechtfertigungsdogmen beider Kirchen, die den Menschen alle Schuld zuschieben, sind nicht maßgebend für das Christsein und versperren den Weg zu einem möglichen Gott.

Er sagt lediglich, dass man ohne Glauben Gott nicht gefallen kann.. Paulus sagte, dass Gott nicht mit menschlicher Vernunft erkannt werden kann, als er schrieb: „die Welt erkannte Gott nicht durch die Weisheit“ (1Kor 1,21).. Weiter bezieht sich Paulus hinsichtlich der Welt, die Gott nicht durch Weisheit erkennt, nicht darauf, dass menschliche Wesen unfähig sind, Gott durch den Beweis zu erkennen, den er durch die Schöpfung (Röm 1,19-20) und das Gewissen (Röm 2,12-15) offenbart hat.. Jesus war ständig mit Apologetik beschäftigt, indem er durch Zeichen und Wunder bewies, dass er der Sohn Gottes war.. Die menschliche Vernunft kann uns nichts über Gott sagen.. Erstens besagt das, dass Vernunft nicht auf Fragen über Gott angewendet werden kann.. Wenn es einen gibt, dann schlägt er sich selbst, indem er Vernunft benutzt, um uns zu sagen, dass wir keine Vernunft benutzen sollen.. Man kann Gott oder das Christentum nicht beweisen.. Apologetik liefert Beweise, dass Gott existiert, dass Christus der Sohn Gottes ist und dass die Bibel Gottes Wort ist.

Theologie der HU Berlin): Nein, das kann man natürlich nicht, denn Gott ist ja kein Gegenstand, den wir sinnlich erfahren können, also den wir riechen, schmecken, fühlen können, und entsprechend können wir ihn auch nicht mit Instrumenten oder Methoden erfassen, die auf solche Gegenstände ausgerichtet sind.. Wenn man zum Beispiel die Frage nach dem Guten nimmt, also die Frage, was man tun soll oder welchen Wert eine Wirklichkeit hat, dann ist das keine Frage, die man dadurch beantworten kann, dass man bestimmte Experimente macht.. Die können niemals die Qualität oder den Status eines Beweises haben, sondern es sind eben Gründe, mit denen man sich auseinandersetzen kann, für die man vernünftige Gegengründe finden kann, für die man Argumente liefern kann usw... Das heißt, in der Frage nach Gott oder dem öffentlichen Teil der Frage nach Gott bewegt man sich im Raum der Gründe und wenn man nach den physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Wirklichkeit fragt etc., dann würde man sich im Bereich der experimenteller Beweise bewegen und die haben beide ihre Berechtigung.. Das hat verschiedene Gründe, auch philosophische Gründe, etwa dass man sich von einer unkritischen Metaphysik abgekehrt hat, die Etablierung eines modernen Weltbildes, das davon ausgeht, dass die Welt kausal geschlossen ist, also dass es keine Interventionen von außen gibt in diese kausale Geschlossenheit der Welt hinein.. Rosenhauer: In weiten Teilen der Theologie wäre man aus den genannten philosophischen und theologischen Gründen sehr vorsichtig, Gottes Wirken an die Durchbrechung von Naturgesetzen zu binden, sondern man würde religiöse Erfahrung und göttliches Wirken so verstehen, dass sie im Einklang stehen mit der Eigengesetzlichkeit der Welt und der Freiheit der Menschen.. Es kann sich um außergewöhnliche oder um große Erfahrungen handeln, Konversionserfahrungen, die unser Leben schlagartig ändern und die uns auf einmal alles: uns selbst, die Welt, die Wirklichkeit als Ganze ganz anders wahrnehmen lassen - sei es durch die Geburt eines Kindes, durch den Tod eines nahen Angehörigen oder andere traumatische Lebensumbrüche.. Aber religiöse Erfahrungen können auch ganz leise und bescheiden daherkommen und eigentlich ganz "alltäglich" sein - sei es ein Spaziergang durch den Frühlingswald, der uns auf einmal mit einem Gefühl der Dankbarkeit für die Schönheit der Schöpfung erfüllt und für die Schönheit des Lebens.. Oder sei es eine Erfahrung, dass sich in einer Situation der inneren Enge und der Gefangenschaft, in der wir das Gefühl haben, dass wir in Alternativlosigkeit verstrickt sind, plötzlich ein Gefühl der Befreiung einstellt, dass sich wieder neue Perspektiven öffnen, ohne dass wir sagen könnten: Das geht jetzt auf ein bestimmtes Machen von uns zurück oder auf ein bestimmtes Planen oder ein bestimmtes Denken, also dass wir ein Geschenk der Befreiung erfahren oder die Erfahrung der Liebe, in der wir über uns hinauswachsen.. Rosenhauer: Das Grundanliegen des Buches ist, zu zeigen, dass auch wenn man die Existenz Gottes nicht beweisen kann, es trotzdem nicht irrational ist, an Gott zu glauben; dass der Vorwurf, der von naturalistischen Zeitgenossen erhoben wird, es wäre naiv oder irrational zu glauben, so nicht haltbar ist.. Das heißt, dass wir durchaus davon ausgehen können, dass die Naturgesetze gelten, dass wir selbst autonome und selbstbestimmte Wesen sind und trotzdem und ohne Widerspruch darauf hoffen und daran glauben können, dass Gott in unserem Leben wirksam ist, dass er nicht nur eine transzendente Größe ist, die mit unserem Leben nichts zu tun hat, sondern dass es tatsächlich Erfahrbarkeiten Gottes in unserem Leben gibt.. Entsprechend glaube ich, dass wir Gott, Gott als die Liebe, die er ist, vor allem erfahren in Erfahrungen der Befreiung: der Befreiung aus der Fixierung auf uns selbst, der Befreiung zu einem Mehr an Leben, einem Mehr an Beziehungsfähigkeit, einem Mehr an Liebe.

Für die Philosophie dagegen ist Gott ein Prinzip oder ein Grund, auf den die menschliche Vernunft, d. h. die menschliche Fähigkeit zur Begründung, als letzten Grund oder letztes Prinzip stösst.. Mit der Übernahme von philosophischen Überlegungen durch christliche Theologen wie Augustinus ist nun der Gott der Bibel, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs mit dem Gott der Philosophen in eine Synthese zu bringen versucht worden.. Wenn nun gefragt wird: «Was ist plausibler: Die Existenz Gottes oder die Nichtexistenz Gottes?», so fragt die Philosophie also: «Was ist plausibler: Die Existenz oder die Nichtexistenz Gottes als eines letzten Prinzips?» Da die nominale oder semantische Existenz Gottes eine empirische Tatsache unseres Sprachgebrauches ist – der Ausdruck «Gott» – oder synonyme Ausdrücke – und dessen Bedeutung existiert in den meisten menschlichen Sprachen – so zielt die Titelfrage auf die reale Existenz dieses letzten Prinzips.. Er lässt sich als eigentlicher Lackmustest für die Beantwortung der Frage betrachten: «Was ist plausibler: Die Existenz Gottes oder die Nichtexistenz Gottes?» Wenn er zutrifft, so ist die Existenz Gottes offensichtlich plausibler als die Nichtexistenz.. Solange der ontologische Gottesbeweis nicht widerlegt ist, ist die Annahme der Existenz Gottes als eines letzten Prinzips plausibler als die Annahme der Nichtexistenz.". Diese Unvorstellbarkeit Gottes ist der Weg der negativen Theologie: Nach ihr können wir nur sagen, was Gott nicht ist, aber nicht, was er ist.. Doch die Bedeutung dieses Prädikates ist bei Gott eine andere als beim Menschen, d. h. von uns aus gesehen ist Gott gnädig oder barmherzig, wie eben ein Mensch gnädig oder barmherzig ist, an sich ist er aber mehr als barmherzig oder „ über barmherzig“.. Wenn wir nämlich die Antwort auf diese Frage in einem menschlichen Projekt sehen, so stellt sich immer noch die Frage nach dem Sinn dieses Projekts, und wenn dieses wieder ein menschliches Projekt ist, nach dem Sinn von diesem usw.. Der ontologische Gottesbeweis ist ein Grund für die Meinung, dass die Annahme der Existenz Gottes plausibler ist als die Nichtexistenz.. Wenn nun Sein eine Vollkommenheit ist, die Gott als dem "allerwirklichsten Wesen" notwendig zukommt, so erhalten wir bereits durch Bedeutungsanalyse des Subjektausdrucks "Gott" in der Aussage „Gott ist bzw.

Diese wurden im Laufe der Zeit von Größen der Philosophie und Theologie wie Aristoteles, Thomas von Aquin, Leibnitz, etc.. Die dritte Form, die es bezüglich des kosmologischen Arguments gibt, ist der“ Beweis aus der Kontingenz der Ereignisse in der Welt“.. Zuallererst, vor der Untersuchung des kosmologischen Gottesbeweises in der modernen Zeit, muss allerdings noch die Frage der Relevanz und der Funktion von Gottesbeweisen geklärt werden, da sie aus verschiedenen Bereichen Kritik erfahren haben.. Dabei blieb die Grundantwort, ihre Funktion betreffend, immer die gleiche, da man sie als nichts anderes sehen sollte, als das was sie zu sein beanspruchen, nämlich Beweise für die Existenz Gottes [12] .. Eine der Heute wohl bekannteren Versionen eines kosmologischen Beweises für die Existenz Gottes ist der Kalam Gottesbeweis, der zur zweiten traditionellen Gruppe gehört und sich damit auf die letzte Wirkursache bezieht.. Der logische Aufbau und damit die entscheidenden Schritte des Kalam- Arguments können sodann in dieser Form dargestellt werden, wobei der Schritt (3) als Zwischenkonklusion aus den Prämissen (1) und (2) folgt und die Konklusion (5) aus den Schritten (3) und (4):. [20] Unser Menschenverstand sagt uns, dass es um ein vieles logischer und wahrscheinlicher ist, dass alles was da ist durch etwas verursacht wurde und nicht einfach aus dem Nichts aufgetaucht ist.. Wenn wir nun aber auf das Gedankenexperiment eingehen und sagen, dass das Universum einfach so aus dem Nichts entstanden ist, kommen wir an den Punkt, an dem man fragen muss, warum nicht auch andere Dinge, oder besser gesagt einfach alles, aus dem Nichts hervorgeht, was dem common sense widersprechen würde.. Dabei gibt es sowohl in der Philosophie, als auch in den Naturwissenschaften Beweise für einen Anfang.. Innerhalb der Philosophie präsentiert Craig dabei zuerst 2 traditionelle Argumente und führt dann aus dem Bereich der Naturwissenschaften zum einen die Erkenntnisse an, die die Astronomie und Astrophysik in den letzten 50 Jahren in Bezug auf die Entstehung unseres Weltalls gemacht hat und den daraus resultierenden Modellen und zum anderen die Folgen die sich aus dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, dem Entropiesatz.

Trotzdem kann er sie in sich behalten, da er sie sich durch die Tätigkeit der Phantasie vorstellen kann, auch wenn er weit entfernt von der Wand steht.. Kants Kritik gegen die Beweise – Antwort[3] Für Kant gibt es drei Arten von Beweisen der Existenz Gottes: der ontologische Beweis, der kosmologische, und der physiko-theologische Beweis[4].. Wenn es analytisch ist, also wenn das Prädikat Sein dem Begriff des Subjekts nichts hinzufügt, gibt es zwei Möglichkeiten:. Oder diese Existenz ist wirklich, also hat man die wirkliche Existenz der Sache im Begriff des Subjekts vorausgesetzt, und der Beweis ist eine Tautologie („Diese existierende Sache existiert“).. Nun sagt das ontologische Argument, dass „Gott existiert nicht“ ein Widerspruch ist.. Er sagt auch, dass die Erfahrung uns durch die Phänomene in Kontakt mit einer in sich existierenden Sache treten lässt, deren Essenz wir nicht kennen.. Der Grund dafür ist, dass die Existenz nur durch sinnliche Erfahrung gegeben wird, und dass diese Erfahrung keine intellektuelle Bestimmung der Sache gibt.. Wenn es wirksam ist, kann es nicht nur den Begriff des notwendigen Wesens einführen, da ein reiner Begriff keine wirkliche Existenz beweisen kann (siehe die Kritik des ersten Arguments).. Aber seine Kritik des ontologischen Arguments sagte, dass das Sein nichts dem Begriff der Sache hinzufügt, also dass es keine Bestimmung erkennen lässt.

Wenn man sagt, dass keine Logik die Existenz Gottes beweisen kann, gibt man zu, dass es keine rationalen Argumente für die Existenz geben kann .. Antwortet man mit »Nein«, gibt man zu, dass Gott den Gesetzen der Logik unterliegt - seine Allmacht beschränkt sich auf das, was logisch möglich ist.. Kann man das nicht, gibt es keine Wahrheit, man kann nicht behaupten, die Religion habe mit Wahrheit zu tun.. Es gibt zwei Möglichkeiten, um falsche Aussagen zu entdecken - die eine ist, dass die Aussage zu logischen Widersprüchen führt, die andere, dass die Aussage nicht mit mit der Realität übereinstimmt.. Das ist das Ziel, wenn man behauptet, dass Gott nicht der Logik unterliegt.. Wenn die Logik zwar für das Universum gilt, nicht für Gott, gibt es keine mögliche logische Verbindung zwischen Gott und dem Universum.

Kann man Gottes Existenz beweisen?. Doch bleiben wir bei Anselms besonders beeindruckendem Beweis, der natürlich fehlerhaft, gleichwohl aber von atemberaubender Genialität und Schönheit ist und an dem sich ungemein viel erlernen lässt, sowohl in Bezug auf die Geistesgeschichte als auch die Ontologie, die Erkenntnistheorie und das logische Denken.. Just in diesem Jahr beginnt ein anderer in der fernen Normandie in einem Kloster mit der Abfassung eines Werkes, welches er Proslogion nennen wird.. Anselm war ein Mann des Mittelalters (ca.. Im 11.. Jahrhunderts in Bologna (Italien), im 13.. Um zu zeigen, dass Letzteres nicht der Fall ist, führt Anselm einen Beweis , der zwar nicht richtig, der aber an Schönheit kaum zu überbieten ist.. René Descartes , der Begründer der Bewusstseins- und überhaupt der modernen Philosophie wird diese Argumentation mehr als 500 Jahre später in der ersten Hälfte des 17.. Jahrhundert die Widerlegung der Argumentation und Kurt Gödel wird den ontologischen Gottesbeweis im 20.. Zunächst führt Anselm aus, dass auch ein Tor, der die Existenz Gottes leugne, zugeben müsse, dass, wenn er den vorgelegten Gottesbegriff verstehe, dieser in seinem Verstand existiere ( esse in intellectu ), da alles, was verstanden werde, im Verstand sei.. Nun nimmt Anselm das Gegenteil dessen an, was er zeigen will: Was, so fragt er, wenn Gott nur im Verstand sei, nicht aber in der Wirklichkeit?. Aber dann gäbe es ja etwas Größeres als das.. Gott wurde aber gerade definiert als das, worüber nichts Größeres gedacht werden könne.. Ein Gott, der nur im Verstand existiere, sei aber, wie gerade gezeigt, nicht das Größte, was gedacht werden kann, da ein real existierender Gott größer sei als nur ein erdachter .

ARGUMENT DER EIGENEN UNGLÄUBIGKEIT (I). (1) Wenn die Evolutionstheorie falsch ist, dass ist der Kreationismus wahr und deshalb existiert Gott.. ARGUMENT DER HERAUSFORDERUNG VON KENT HOVIND. (1) Kent Hovind bietet jedem $250.000 (die existieren könnten oder auch nicht), der Evolution (definiert als natürliche, nicht kausale Ursache des Universums) mit angemessen Zweifel (was 100% Sicherheit bedeutet, ohne irgendwelche anderen Möglichkeiten offen zu lassen) vor einem neutralen Kommitee (von Hovind selbst ausgewählt) und nach bestimmten Maßstäben (sorgfältig so formuliert, dass jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass irgendwer jemals diese Harausforderung annehmen würde) beweisen kann.. ARROGANTES ARGUMENT DER ECHTHEIT. (1) Ich habe folgendes geschrieben um zu beweisen, dass Gott existiert:. (2) [Einen Artikel von William Lane Craig einsetzen]. (3) Daraus folgt, dass Gott existiert.. ARGUMENT DES POSITIVEN ERGEBNISSES. (1) Selbst wenn Gott nicht existiert, wäre es besser wenn die Leute glauben, dass er existiert.. (5) Oh und versuche Dinge nicht dadurch zu verwirren, dass du sagst, wie viele atheistische Argumente es gibt und wie wahrscheinlich es ist, dass jedes davon richtig ist…. (6) Oder durch die Tatsache, dass ich die Wahrscheinlichkeit meiner Argumente einfach erfunden habe… (7) Und gib zu, dass ich mehr von der Mathematik verstehe als du und du verstehst es….. Ich weiß, dass die Welt ein guter Ort ist, dass alle Menschen im Grunde gut sind und dass das alles von Gott kommt.

Das war bei Thomas anders.. In seiner starken Lesart besagt es, dass der Kosmos in gewissem Sinn „gewusst“ hat, dass es uns geben werde und dass er die Konstanten zu diesem Zweck so festgelegt hat, wie sie nun einmal sind.. Es ist nicht anthropisch, weil es sich gar nicht auf den Menschen, sondern auf den Kohlenstoff bezieht.. Und es ist auch kein Prinzip, denn es sagt nichts Neues.. Aber wie kann das zugleich wahr sein?. Die Schlussfolgerung daraus kann nur eine sein: Der Kosmos, wie ihn die Physik beschreibt, ist nicht die ganze Wahrheit.. Das Problem mit dieser Auffassung ist der Mensch.. Die Materie als solche gibt es danach überhaupt nicht.. Wenn es eine geistige Komponente im Universum gibt und wenn sie real ist, muss sie kausale Kraft haben.. Aber wenn Gott die Welt erschaffen hat und wenn Gott Geist ist, muss es zumindest Spuren von Geist in ihr geben.. Aber nur wenn wir den Kosmos als einen ansehen, der imstande ist, Geist hervorzubringen, ist dieser Kosmos theologisch interpretierbar – von der Physik jedenfalls führt kein direkter Weg zur Theologie.. Für die Biologie ist dies anders.. Wenn man ihr diese Rolle zuweist, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schließt aus der Tatsache, dass Gott in den Formeln der Physik nicht vorkommt, auf den Atheismus, oder man ist gläubig und ist dann gehalten, ihn in den Formeln der Physik dennoch zu finden.. Was wir theologisch deuten können, ist nur ein mit Sinnperspektiven vermitteltes Universum, eines also, das eine geistige Komponente hat, das heißt, das ontologisch angereichert ist.

Es gab nie eine größere Tat – und wer nun immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!” Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn.. Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen…“. Wenn schon nicht Freud und. Feuerbach, dann haben spätestens die modernen Naturwissenschaften, die. Fortschritte in der Physik, Astronomie und Biologie Gott endlich und für immer. begraben.. Heut zu Tage hört man es oft, dass in unserem wissenschaftlichen Zeitalter, die. Idee, dass es einen Gott gebe, welcher das Universum geschaffen hat, sich. Menschen offenbart, und auch Gebete erhört besten Falles uninteressant und. schlimmsten Falles eine Wahnvorstellung ist.. Um eine lange Geschichte kurz zu halten, dieses Gespräch war der Auslöser, der mich seitdem auf die Suche schickte, die Wahrheit über die Existenz Gottes herauszufinden.. In diesem und in anschließenden Videos, werde ich so gut wie möglich versuchen diese Begriffe zu definieren, um sicherzustellen, dass wenn ich ein bestimmtes Wort benutzte, damit ihr auch das versteht was ich meine.. Stattdessen werden wir uns mit dem Begriff Weltanschauungen anfreunden.Der Duden definiert diesen Begriff folgenderweise: Eine Weltanschauung ist „die Gesamtheit von Anschauungen, die die Welt und die Stellung des Menschen in der Welt betreffen.“ Oder einfacher gesagt: Unsere Weltanschauung beschreibt, wie wir die Welt sehen und wie wir uns dementsprechend verhalten .. Der. Theismus (ein persönlicher Gott der wirkt, wie zum Beispiel im Christentum) Der. Deismus (ein unpersönlicher Gott, der alles erschaffen hat, aber sich von der. Welt fernhält) Der. Pantheismus (Gott ist in allem und alles ist Gott) Der. Atheismus (es gibt keinen Gott). Von vornherein. müssen wir uns im Klaren sein, dass eine Weltanschauung nicht eine Entscheidung. ist die man nur einmal im Leben trifft.. Aber im Großen und Ganzen macht die Welt,. und alles was sie beinhaltet, am meisten Sinn, wenn ich durch die theistische. Brille schaue – durch meinen Glauben, dass es einen persönlichen Gott gibt.. Die Antworten zu diesen Fragen müssen einheitlich (d.h. ohne sich zu widersprechen) und angemessen sein (d.h. sie entsprechen dem was wir wirklich um uns herum im Leben sehen).Wie versprochen, lasst uns nun erstmal die wichtigen Begriffe an Hand einiger Beispiele definieren:. Die Pflege von hilflosen Menschen ist etwas Gutes, und die Ausnutzung, Vernichtung und Hinrichtung hilfloser Menschen ist böse.. Entweder ist, was der IS macht wirklich Böse und daher gibt es einen objektiven Standard, bei dem wir Gutes vom Bösen unterscheiden, oder wir können den IS nicht verurteilen, denn im Endeffekt ist es ja nur meine Meinung.. Wenn wir die Antworten nicht kennen, dann können wir bestenfalls im Spiel herumirren, und darauf hoffen, dass uns niemand fragt, was das hier alles zu bedeuten hat.. Wir schauen uns verschiedene Hinweise und Indizien an, um selbst in der Lage zu sein, entscheiden zu können welche der vielen Weltanschauungen die Indizien einheitlich und angemessen erklärt.

Videos

1. Indiana Jones & Pascal's Wager: Crash Course Philosophy #15
(CrashCourse)
2. Professor und Student unterhalten sich: Gibt es Gott?
(SisterGangOfficial)
3. Der Antichrist by Friedrich NIETZSCHE read by Ramona Deininger-Schnabel | Full Audio Book
(LibriVox Audiobooks)
4. Erkenntnistheorie Vorlesungseinheit 7
(Schurz Lectures)
5. Die Existenz Gottes - bewiesen, geglaubt, widerlegt?
(eair)
6. Gottesbeweis
(WikiTubia)

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Author: Cheryll Lueilwitz

Last Updated: 08/18/2022

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